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Dos and Don’ts beim Genuss der Zigarre: Der Zigarren Knigge

Die Zigarrenwelt ist nach wie vor eine Gepflegte Gesellschaft und manch einer fragt sich, was man wohl darf und was nicht. Viele sind anfangs unsicher und brauchen etwas Mut und Unterstützung, um den ersten Schritt zu wagen.

Entweder geschieht dies mit dem Vater oder Onkel, dem grossen Bruder, vielleicht sogar mit dem Grossvater oder auch mit einem Berufskollegen den einen ausführt und beim ersten Rauchgenuss begleitet. Bei der Wahl der Zigarre empfehle ich bei Novizen eher leichte, Nikotinarme Exemplare im Robusto oder Toro Format. Diese sind ideal, damit der Rauch kühl auf die Zunge trifft.

Schon beim Entzünden kann man einiges falsch machen. Bevorzugt sind Gasfeuerzeuge oder Zedernholz Späne zu wählen. Benzin Feuerzeuge sind Tabu, wie auch das zur Verkohkelung führende halten über eine Paraffin Kerze die eigentlich als Tischdekoration dienen soll. Während dem Rauchen soll die Asche stehen bleiben, denn sie dient als Katalysator, lässt den Tabak kühler glimmen und wird bei Bedarf sanft abgerollt oder leicht abgeklopft.

Zum vollen Genuss empfehle ich auch den Retronasalen Genuss. Das bedeutet, man behält etwas vom Rauch im Mund und bläst in durch die Nase aus. Durch die grosse Anzahl der Rezeptoren in der Nase wird der Genuss um ein Vielfaches gesteigert. Trotz allem Wissen, dass weiter gegeben wurde gibt es nach wie vor einige Do’s and Don’ts die untergegangen sind.

Was mein Herz immer wieder zum Bluten bringt, sind ausgedrückte Zigarren, mehrheitlich von Zigaretten Rauchern, die nicht geschult wurden, oder die einfach wohlgemeinte Tipps per se ignorieren. Eine Zigarre geht durch unzählige Hände in der Produktion, und wenn sie fertig genossen ist, legt man sie ganz einfach in den Ascher und lässt sie in Ehren sterben.

Immer wieder höre ich, dass man das Mundstück in Rum oder Whisky tauchen soll, um den Geschmack zu beeinflussen. Auch das ist ein Frevel, den durch die Flüssigkeit quillt der Tabak auf und vermindert den guten Zug der Zigarre. Winston Churchill hat dies angeblich auch getan aber nur, weil er durch das stehte rauchen Wunde Lippen hatte und den Alkohol zum Desinfizieren derselben brauchte.

Weiterführende Informationen über die Herstellung, über die Geschichte oder Kombinationen mit feinen Getränken gebe ich gerne in meinen Seminaren weiter und freue mich auf deinen Besuch. Weitere Events und Anmeldemöglichkeiten findest du auf www.casa-colonial.ch

Stefan Bütikofer ist Inhaber und Gastgeber der Casa Colonial Bar & Avo Lounge in Neuenhof. Dort verbindet er Premium-Zigarren, mit ausgewählten kulinarischen Begleitern und schafft damit einen Treffpunkt für Aficionados und Genussmenschen. Sein Wissen gibt er unter anderem in Zigarrenkursen weiter und reist regelmässig mit Interessierten in die Dominikanische Republik zum jährlich stattfindenden Procigar Festival.

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