{"id":59752,"date":"2025-02-24T14:26:21","date_gmt":"2025-02-24T12:26:21","guid":{"rendered":"https:\/\/tabakdrinksandmore.ch\/?p=59752"},"modified":"2026-04-13T16:50:09","modified_gmt":"2026-04-13T14:50:09","slug":"familiensache-ein-arthur-haenni-krimi-von-peter-inderbitzin-teil-2-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tabakdrinksandmore.ch\/fr\/familiensache-ein-arthur-haenni-krimi-von-peter-inderbitzin-teil-2-2\/","title":{"rendered":"Affaire de famille : un polar Arthur Hanni de Peter Inderbitzin - 3e partie"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#187;1&#8243; _builder_version=&#187;4.27.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187; theme_builder_area=&#187;post_content&#187;][et_pb_row _builder_version=&#187;4.27.4&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; hover_enabled=&#187;0&#8243; global_colors_info=&#187;{}&#187; theme_builder_area=&#187;post_content&#187; module_class=&#187;pa-inline-buttons&#187; sticky_enabled=&#187;0&#8243;][et_pb_column type=&#187;4_4&#8243; _builder_version=&#187;4.27.0&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; global_colors_info=&#187;{}&#187; theme_builder_area=&#187;post_content&#187;][et_pb_button button_url=&#187;\/familiensache-ein-arthur-haenni-krimi-von-peter-inderbitzin-teil-1\/&#187; button_text=&#187;Zum 1. Teil&#187; _builder_version=&#187;4.27.4&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; custom_button=&#187;on&#187; button_text_size=&#187;16px&#187; button_text_color=&#187;#FFFFFF&#187; button_bg_color=&#187;#a8611b&#187; button_border_color=&#187;#a8611b&#187; button_border_radius=&#187;0px&#187; button_font=&#187;|700||on|||||&#187; button_use_icon=&#187;off&#187; custom_padding=&#187;10px|10px|10px|10px|false|false&#187; hover_enabled=&#187;0&#8243; global_colors_info=&#187;{}&#187; button_bg_color__hover_enabled=&#187;on|hover&#187; button_bg_color__hover=&#187;#FFFFFF&#187; button_bg_enable_color__hover=&#187;on&#187; button_text_color__hover_enabled=&#187;on|hover&#187; button_text_color__hover=&#187;#a8611b&#187; theme_builder_area=&#187;post_content&#187; custom_margin=&#187;|10px|||false|false&#187; sticky_enabled=&#187;0&#8243;][\/et_pb_button][et_pb_button button_url=&#187;\/familiensache-ein-arthur-haenni-krimi-von-peter-inderbitzin-teil-2\/&#187; button_text=&#187;Zum 2. 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Arthur H\u00e4nni betrachtete seine Notizen und h\u00f6rte gleichzeitig der n\u00fcchternen Stimme von Calvin Russell zu, dessen Song \u00abCrossroads\u00bb er so laut laufen liess, dass ihn auch die Nachbarn geniessen konnten:<\/p>\n<p>I\u2019m standing at the crossroads \u2013 There are many roads to take<br \/>But I stand here so silently \u2013 For fear of a mistake<br \/>One path leads to paradise \u2013 One path leads to pain<br \/>One path leads to freedom \u2013 But they all look the same<\/p>\n<p>In seinem Fall gab es ebenfalls drei Pfade, jedoch sahen sie sehr unterschiedlich aus. Die einfachste M\u00f6glichkeit war, dass sich Tiago einfach aus dem Staub gemacht hatte, weil er nichts mehr von Mia wissen wollte oder eine andere gefunden hatte.<br \/>\u00abDaf\u00fcr m\u00fcsste er bestraft werden, so dumm kann ja niemand sein\u00bb, dachte H\u00e4nni und verwarf diese M\u00f6glichkeit, da sie so gar nicht in sein M\u00e4nnerdenken passte. M\u00f6glichkeit Nummer zwei hatte ja Mia bereits angedeutet: Ihre Eltern hatten den Jungen, der ihnen nicht passend erschien, verschwinden lassen. Wie das?<br \/>\u00abNat\u00fcrlich mit Geld, ihrer st\u00e4rksten Waffe\u00bb, sinnierte H\u00e4nni, \u00absie haben dem Jungen eine Summe angeboten, die er nicht ausschlagen konnte, und schon war er weg.\u00bb<br \/>Ein Pfad, den man in Betracht ziehen musste.<br \/>Die dritte M\u00f6glichkeit schien ihm die wahrscheinlichste: Tiago war in irgendwelche Drogengesch\u00e4fte verwickelt, hatte sich mit seinen WG-Leuten zusammen als Kleindealer bet\u00e4tigt und die Kreise gr\u00f6sserer Fische gest\u00f6rt, die im selben Gesch\u00e4ft schwammen. Nun war er entweder auf der Flucht oder er war tot. Sollte letzteres zutreffen, w\u00e4re der Fall bereits gel\u00f6st und er k\u00f6nnte Frau Burckhardt Bericht erstatten. Kein schlechter Stundenlohn\u2026<br \/>Nur konnte H\u00e4nni nicht einfach in die Gerichtsmedizin reinmarschieren und das Bild des jungen Mannes mit den Opfern, die dort lagen, vergleichen. Er musste aus erster Quelle erfahren, was in jener WG passiert war. Er hatte viele Fragen: \u00abWer war der Tote? Welche Rolle spielte die dritte Person? Gab es Hinweise auf die T\u00e4terschaft, auf das Motiv? Welche Spuren oder Hinweise hatte man in Tiagos Zimmer gefunden?\u00bb<br \/>Er wusste auch, wer ihm Antworten dazu geben w\u00fcrde. Sein alter Kumpel Fritz Moser, den er seit gemeinsamen Polizisten-Tagen kannte, also seit einer Ewigkeit. Fritz stand in seiner Schuld, denn er war gl\u00fccklich verheiratet mit Nicole, die er nur dank Arthur H\u00e4nni kennen gelernt hatte. Fritz hatte nie erfahren, dass Nicole und Art mal ein Paar gewesen waren. Das wussten nur zwei Personen auf dieser Welt.<br \/>Fritz und Art verbanden noch andere Dinge: Sie hatten die gleiche seri\u00f6se Berufsauffassung, den gleichen Humor und beide liebten einen guten Tropfen und eine w\u00fcrzige Zigarre. Die Kiste Zigarren, die nun zur Neige ging, hatte Art von seinem Kumpel geschenkt bekommen.<br \/>Obwohl es Sonntagnachmittag war, nahm Fritz Moser den Handy-Anruf von H\u00e4nni entgegen.<br \/>Arthur kam gleich zur Sache: \u00abFritz, du musst mir helfen. Kann ich vorbeikommen? Bist du auf der Wache an der Urania?\u00bb<br \/>Der Angerufene musste laut lachen: \u00abIch habe zwei freie Tage, schon vergessen? Komm du zu mir nach Stansstad. W\u00fcrde dir gefallen.\u00bb<br \/>\u00abWo bist du? Was machst du in Stansstad?\u00bb<br \/>\u00abIch sitze gem\u00fctlich in der \u00abOrson Wine &amp; Cigar Lounge\u00bb, geniesse eine Zigarre unserer Lieblingsmarke und schl\u00fcrfe einen \u00abOrson-Martini\u00bb.<br \/>\u00abHast du das verdient?\u00bb<br \/>\u00abAber so was von \u2013 ich mag die \u00dcberstunden gar nicht mehr z\u00e4hlen, die ich noch abbauen soll. Du willst, dass ich dir helfe? Wenn es nicht um Interna geht \u2013 gerne. Aber erst am Dienstag.\u00bb<br \/>Die beiden Freunde verabschiedeten sich und um seinen Kumpel Art ein wenig zu \u00e4rgern, schickte ihm Fritz noch ein Foto, in der einen Hand den \u00abOrson-Martini\u00bb und in der anderen die Zigarre. H\u00e4nni erkannte trotz der leichten Unsch\u00e4rfe des Bildes, dass es eine Zigarre aus der \u00abDavidoff Signature Linie\u00bb war.<\/p>\n<p>H\u00e4nni und Moser hatten am Dienstag in aller Fr\u00fch bereits telefoniert und Art hoffte, dass ihm sein Freund Fritz bis am Mittag die gew\u00fcnschten Antworten liefern w\u00fcrde. Sie trafen sich mittags auf dem Lindenhof, um sich in einen ruhigen Winkel des Platzes, fernab von Touristen, Schachspielern und Schulklassen, zu verziehen.<br \/>Moser war in Eile und schien diesmal nur mit einem Ohr zuzuh\u00f6ren, nachdem er sich beim fr\u00fchen Telefon sehr geduldig gezeigt hatte.<br \/>Pl\u00f6tzlich stand er auf.<br \/>\u00abTut mir leid, Art, aber bei uns ist zu viel los, ich muss wieder zur\u00fcck. Ich kann dir im Moment noch nicht alle deine Fragen beantworten, aber in der Zeitung erschien bereits der erste Artikel zum Fall.\u00bb<br \/>Mit diesen Worten \u00fcbergab er H\u00e4nni eine zusammengefaltete Tageszeitung, verabschiedete sich und marschierte los in Richtung Hauptwache Urania.<br \/>H\u00e4nni steckte die Zeitung ein, schlenderte in die gleiche Richtung und sass schon bald im Bus nach Hause. Leicht entt\u00e4uscht setzte er sich an seinen Arbeitsplatz und bl\u00e4tterte in seinen Notizen. Auf keine seiner Fragen hatte er eine Antwort erhalten. Er erinnerte sich an die Zeitung, holte sie aus seinem Mantel und suchte den Artikel zum Toten aus der WG. Zwischen den Todesanzeigen und den Fernseh-Programmen lagen drei A4-Seiten: Fotokopien von Polizeiakten. Vertrauliches zu seinem Fall.<br \/>\u00abDanke Fritz, du alter Gauner!\u00bb, murmelte H\u00e4nni.<\/p>\n<p>Er war zufrieden. Die meisten seiner Fragen waren beantwortet. Der Tote war definitiv nicht Tiago, und gem\u00e4ss Aussagen einer gewissen Kaja, dem dritten Mitglied der WG, hatte er mit den Drogen nichts am Hut. Er sei auch auf dem Absprung gewesen und habe eine neue Bleibe gesucht. Damit war die wahrscheinlichste der M\u00f6glichkeiten vom Tisch und der zweite Pfad, die Familie Burckhardt, r\u00fcckte wieder in den Fokus. Doch Tiago war offensichtlich nicht mit dem Geld der Familie abgehauen, denn in seinem Zimmer hatte die Polizei keine Hinweise darauf erhalten. Pass, Schl\u00fcssel, etwas Geld, Klamotten: Alles war noch dort. Etwas stimmte nicht. Je l\u00e4nger Arthur H\u00e4nni dar\u00fcber nachdachte, umso mehr kam er zur \u00dcberzeugung, dass der junge Freund der h\u00fcbschen Mia die WG nicht freiwillig verlassen hatte, sondern gegen seinen Willen.<br \/>Morgen w\u00fcrde er seinen Auftraggebern etwas auf den Zahn f\u00fchlen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#187;https:\/\/tabakdrinksandmore.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/184_image1.jpg&#187; title_text=&#187;184_image1&#8243; _builder_version=&#187;4.27.4&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; custom_margin=&#187;50px||50px||false|false&#187; hover_enabled=&#187;0&#8243; global_colors_info=&#187;{}&#187; theme_builder_area=&#187;post_content&#187; sticky_enabled=&#187;0&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#187;4.27.4&#8243; _module_preset=&#187;default&#187; hover_enabled=&#187;0&#8243; global_colors_info=&#187;{}&#187; theme_builder_area=&#187;post_content&#187; sticky_enabled=&#187;0&#8243;]<\/p>\n<p>Arthur H\u00e4nni hatte schlecht geschlafen. Albtr\u00e4ume hatten ihn geplagt, in denen ein junger Mensch in Gefahr gewesen war, und er h\u00e4tte ihn retten k\u00f6nnen. Doch er hatte die H\u00fctte in den Bergen, in welcher er den Jungen vermutete, nicht erreichen k\u00f6nnen, denn er war immer mehr im hohen Schnee versunken. Und als er bereits in Sichtweite der H\u00fctte angelangt war, war der Schnee in Sekunden geschmolzen und H\u00e4nni war pl\u00f6tzlich von reissendem Wasser mitgerissen worden, w\u00e4hrend er glaubte, die Schreie des Jungen geh\u00f6rt zu haben. Dann war er aufgewacht. Sein Wecker hatte zehn nach f\u00fcnf angezeigt.<br \/>Etwas stimmte nicht.<br \/>\u00abHatte Tiago das Geld, das ihm sicher angeboten worden war, abgelehnt? Waren Mias Eltern deswegen in Panik geraten, weil Mia davon erfahren w\u00fcrde? Hatten sie Tiago entf\u00fchrt? Aber wohin?\u00bb H\u00e4nni wusste von Mia, dass die Familie in St. Moritz ein Chalet besass. \u00abWar der junge Mann dort?\u00bb<br \/>Das war viel zu aufw\u00e4ndig. \u00abEr ist hier\u00bb, murmelte H\u00e4nni vor sich hin, \u00aber ist in der N\u00e4he und wom\u00f6glich in Gefahr.\u00bb Er versuchte sich nochmals an seinen Besuch in der Villa am Z\u00fcrichberg zu erinnern. Was hatte er dort gesehen, was k\u00f6nnte ihm auf die Spur helfen? Er sah den Salon vor seinem geistigen Auge, den Humidor, die Sitzgruppe, die Bar, das Sideboard mit den Fotos. Was hatten die Bilder gezeigt? Das Louvre in Paris, einen Golfplatz, die Orson Lounge in Stansstad und da waren noch diese Wappen\u2026<br \/>Blitzschnell war er am Schreibtisch und startete seinen Computer. Nach wenigen Clicks hatte er es gefunden. Die Frau auf dem Wappen war die heilige Verena, und die extravagante Frisur war keine Frisur, sondern ein Heiligenschein: das Wappen von St\u00e4fa. Ein weiteres Bild tauchte in seinen Erinnerungen auf, ein Segelschiff, Frau Burckhardt, Wasser, aber im Hintergrund ein Ufer. Das war kein Meer, das war der Z\u00fcrichsee. Die Burckhardts segelten auf dem Z\u00fcrichsee. Und in St\u00e4fa war ihr Anlegeplatz. \u00abNein\u00bb, rief Arthur<br \/>H\u00e4nni in die morgendliche Stille, \u00abkein Platz, ein Bootshaus. Sie haben ein Bootshaus in St\u00e4fa, und dorthin haben sie den Jungen verschleppt!\u00bb<br \/>Kurz nach sechs Uhr bestieg H\u00e4nni am Z\u00fcrcher HB die S7 nach St\u00e4fa. In Rekordzeit hatte er sich fertig gemacht, einen Plan der Gemeinde St\u00e4fa ausgedruckt und diesen mitsamt einem Pfefferspray \u2013 man wusste ja nie \u2013 in seinen Rucksack gepackt. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter stieg er am Bahnhof St\u00e4fa aus und eilte zum nahen See. Am Hafen schaute er in Richtung Z\u00fcrich. Da waren ein Seebad und eine Segelschule. Er folgte der Seestrasse nach links, Richtung Rapperswil, und schon bald bemerkte er einige H\u00e4uschen, die in gr\u00f6sseren Abst\u00e4nden voneinander direkt am Wasser lagen. Bootsh\u00e4user!<\/p>\n<p>Er hatte kaum ein Auge zugetan. Er war zwar hundem\u00fcde, doch die Gelenkschmerzen liessen h\u00f6chstens zu, dass er f\u00fcr ein paar Minuten wegd\u00f6ste. Die halbe Nacht hatte er versucht, Holzsplitter vom Holzboden unter ihm zu entfernen. Trotz der gefesselten H\u00e4nde. Er musste etwas tun, denn er war jetzt sicher, dass er sterben w\u00fcrde. Der Typ war gestern Abend wieder aufgetaucht, hatte ihm Wasser und K\u00e4sebrot gebracht. Er hatte ihm die Augenbinde abgenommen, nachdem er seine Sturmm\u00fctze weggerissen hatte. Er hatte dem Typen nicht in die Augen geschaut, sondern auf dessen Tattoos am Hals. Trotzdem \u2013 er k\u00f6nnte ihn wiedererkennen, und der Entf\u00fchrer wusste das. Fluchend hatte er die H\u00fctte verlassen. Er hatte einen Fehler begangen. Und dieser Fehler w\u00fcrde dem Entf\u00fchrten das Leben kosten, denn nun war er ein Risiko f\u00fcr den T\u00e4ter.<br \/>Mit aller Kraft begann er erneut, das Holz zu bearbeiten. Mit den F\u00fcssen, immer wieder dieselbe Stelle. Mit dem Gewicht seines ganzen K\u00f6rpers, immer wieder, trotz grosser Schmerzen. Er sp\u00fcrte sie kaum noch. Sein Leben stand auf dem Spiel.<br \/>Ein schwaches Licht drang in die H\u00fctte, es musste fr\u00fcher Morgen sei. Der Typ konnte jederzeit zur\u00fcckkehren. Er schlug wie wild mit seinem K\u00f6rper gegen den Boden, und da, endlich, es knirschte, knackte, das morsche Holz bewegte sich, etwas gab nach. Er schlug und w\u00e4lzte sich noch heftiger, pl\u00f6tzlich gab der Boden nach, sein Kopf fiel nach unten und war unter Wasser. Er strampelte noch heftiger mit seinen F\u00fcssen, auch hier gab das Holz leicht nach, doch sie blieben stecken. Entsetzen packte ihn und er stemmte seinen Oberk\u00f6rper aus dem Wasser, atmete, keuchte. Er fand nirgends Halt. Seine F\u00fcsse konnte er nicht bewegen. Erneut fiel sein Kopf unter Wasser, er hielt den Atem an, tauchte wieder auf, hielt sich mit seiner Muskelkraft, erlahmte wieder. Er versuchte hochzuschnellen und sich auf die Seite zu werfen, doch auch hier brach nun das Holz ein. Wieder tauchte er unter, hievte sich erneut hoch, sein Atem ging schneller, seine Muskeln hielten ihn \u00fcber Wasser. Er sp\u00fcrte, wie sie m\u00fcder wurden, wie er immer k\u00fcrzere Zeit Luft hatte, wie sein Kopf immer l\u00e4nger unter Wasser war. Lange hielt er es nicht mehr aus. Er h\u00f6rte, wie sich jemand an der T\u00fcre zu schaffen machte: Der Typ war zur\u00fcckgekommen. Langsam glitt sein Oberk\u00f6rper unter Wasser.<br \/>Er entspannte sich.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Ftabakdrinksandmore.ch%2Ffr%2Ffamiliensache-ein-arthur-haenni-krimi-von-peter-inderbitzin-teil-2-2%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Ftabakdrinksandmore.ch%2Ffr%2Ffamiliensache-ein-arthur-haenni-krimi-von-peter-inderbitzin-teil-2-2%2F&text=Familiensache%3A%20Ein%E2%80%84Arthur-H%C3%A4nni-Krimi%20von%E2%80%84Peter%E2%80%84Inderbitzin%20%E2%80%93%20Teil%203\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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A son retour \u00e0 Zurich, il esp\u00e8re d\u00e9crocher une nouvelle mission pour \u00e9chapper \u00e0 son humeur morose. Il re\u00e7oit finalement un appel de Madame Burckhardt, qui le charge de retrouver le petit ami disparu de sa fille Mia. Arthur visite la luxueuse villa des Burckhardt, obtient toutes les informations n\u00e9cessaires et un g\u00e9n\u00e9reux acompte. Peu apr\u00e8s, il est contact\u00e9 par Mia elle-m\u00eame, qui lui confie une mission suppl\u00e9mentaire : d\u00e9couvrir si ses parents sont impliqu\u00e9s dans la disparition de son fianc\u00e9 Tiago. Lorsque H\u00e4nni se rend \u00e0 la colocation de Tiago, il tombe sur un p\u00e9rim\u00e8tre de police, car un crime violent y a eu lieu. De retour dans son appartement, il commence \u00e0 trier les indices. Il apprend que Tiago mange r\u00e9guli\u00e8rement au Palestine Grill et s'y rend pour se renseigner. L\u00e0, trois personnages louches l'avertissent de ne pas s'impliquer davantage. 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Doch er wollte das Ende dieses erholsamen Wochenendes noch m\u00f6glichst lange hinausz\u00f6gern.\r\nDer blaue Vogel kreiste nun \u00fcber der Wiese gegen\u00fcber dem Hotel und war nat\u00fcrlich ein Gleitschirm, der mit zwei eleganten Schw\u00fcngen zur Punktlandung ansetzte.\r\nArthur \u00fcberlegte kurz, ob er diesen Sport auf seine \u00abTo-Do-Liste\u00bb nehmen wollte, doch er wusste, dass dies nicht seine Welt war. \r\nEr brauchte Boden unter seinen F\u00fcssen und einen Raum mit \r\nAmbiance, in dem er ein Glas Wein und eine Zigarre geniessen konnte. So wie am gestrigen Samstagabend, als er die \u00abVictoria Bar\u00bb seines Hotels aufgesucht und im angegliederten \u00abSalon Davidoff\u00bb einige sch\u00f6ne Stunden verbracht hatte.\r\nSeine Zigarre wie auch sein Dreitage-Aufenthalt neigten sich dem Ende zu. Er warf einen letzten Blick auf die gr\u00fcne Wiese und die dahinterliegenden Alpengipfel und w\u00e4rmte sich einen langen Moment an den Sonnenstrahlen des Sp\u00e4tsommers. Er liess die vergangenen Tage des Verw\u00f6hntwerdens nochmals Revue passieren und war froh, dass er sich diese geleistet hatte. Schliesslich war sein letzter Auftrag erfolgreich gewesen und sein Auftraggeber hatte ihm das Honorar grossz\u00fcgig aufgerundet. Arthur hatte sich einen neuen Anzug gekauft, passende Hemden dazu und als H\u00f6hepunkt diesen Aufenthalt in Interlaken.\r\n \r\nW\u00e4hrend der Fahrt nach Z\u00fcrich war er guter Dinge und hoffte, dass zuhause ein neuer Auftrag auf ihn wartete, der ihm die n\u00e4chste Auszeit finanzieren w\u00fcrde. Doch er hatte vergebens gehofft: Sein Beantworter war ohne Nachrichten und dies \u00e4nderte auch nicht in den folgenden Wochen. Die Tage verliefen z\u00e4hfl\u00fcssig wie Teer. Die entspannte Stimmung, die Arthur aus Interlaken mitgebracht hatte, wich einer bedr\u00fcckten Laune. Zudem roch es bereits nach Herbst und die Sonne machte sich rar.\r\nEs war Freitag, und Arthur erinnerte sich, dass er an einem Freitag vor drei Wochen sein Genuss-Weekend angetreten hatte.\r\nJetzt sass er gelangweilt auf seinem Sofa im Wohnzimmer und legte die F\u00fcsse auf den Beistelltisch, auf dem sich noch ein Aschenbecher, sein Handy, die leere Station vom Fixtelefon und eine braune Holzkiste befanden. Er beschloss, sich etwas Gutes zu tun. Arthur \u00f6ffnete die kleine Kiste und z\u00e4hlte. Von den einst 25 Zigarren hatten noch vier \u00fcberlebt. Er nahm eine \u00abDavidoff Grand Cru No. 5\u00bb in die Hand, betrachtete sie kurz und entz\u00fcndete sie. \r\nEr fragte sich, wo das Teil geblieben war, das in die Station geh\u00f6rte. Ja, er war noch von der Generation, die ein Fixtelefon besass. Eingetragen auf \u00abPrivatdetektei A. H\u00e4nni \u2013 Ermittlungen in Stadt und Kanton Z\u00fcrich\u00bb. Er lehnte sich zur\u00fcck, blies mit dem Rauch seiner Zigarre die tr\u00fcben Gedanken in die Ferne und schloss die Augen.\r\nEin Klingelton, den er lange nicht mehr geh\u00f6rt hatte, riss ihn aus den Tr\u00e4umen. Die kleine Lampe der Fixstation leuchtete. \u00abWo ist das verdammte Teil?\u00bb Arthur suchte hastig, fand es unter der freit\u00e4glichen Gratiszeitung und nahm ab. W\u00e4hrend er der Anruferin konzentriert zuh\u00f6rte, legte er seine Zigarre behutsam in den Aschenbecher und machte sich einige Notizen.\r\n\r\nEr hatte einen Auftrag.\r\n\r\nLangsam kam er zu sich. Das Atmen fiel ihm nicht leicht, denn sein Mund war zugeklebt. Seine Augen waren verbunden und er hatte keine Ahnung, wo er sich befand. Seine H\u00e4nde waren gef\u00fchllos. Als er sie bewegen wollte, schmerzten ihn seine Fesseln. Kabelbinder, dachte er. Auch seine F\u00fcsse waren fixiert. Seine Glieder waren schwer, jede Bewegung war eine Anstrengung. Sie mussten ihn bet\u00e4ubt haben, oder unter Drogen gesetzt. Er versuchte sich zu erinnern. Sein Kopf dr\u00f6hnte jedoch. Sein K\u00f6rper war m\u00fcde, er wollte schlafen, doch sein Verstand ermahnte ihn wach zu bleiben. Er versuchte sich aufzusetzen, was ihm misslang. Er horchte in die Stille, h\u00f6rte ein Rauschen. Konnte eine Autobahn sein, oder Wasser. Er versuchte, einzelne Ger\u00e4usche festzuhalten, was ihm nicht gelang. Dann vernahm er Schritte, eine T\u00fcre wurde ge\u00f6ffnet und Licht drang f\u00fcr einen kurzen Moment in den unbekannten Raum. Doch er hatte die Augen bereits wieder geschlossen und stellte sich schlafend, als die Person an ihn herantrat.\r\n\r\n\u00abRichtige Detektive kennen keine B\u00fcrozeiten und keine F\u00fcnftagewoche. Sie streifen 24\/7 allein durch die dunklen Gassen der Grossstadt, um deren M\u00fcll aufzuwischen.\u00bb Diesen Satz hatte Arthur so \u2013 oder so \u00e4hnlich \u2013 mal gelesen und ihm gefiel die Vorstellung des einsamen Schn\u00fcfflers, der kein Privatleben kannte, weil er Tag und Nacht f\u00fcr die gute Sache unterwegs war.\r\nSo wie er, der am fr\u00fchen Samstagmorgen Richtung Oberstrass fuhr. Was er von der Anruferin erfahren hatte: Die Adresse im noblen Stadtteil Z\u00fcrichberg und dass es um eine vermisste Person ging. Zudem hatte die Auftraggeberin nach seinem Tarif gefragt. Arthur hatte kurz \u00fcberlegt, um seinen \u00fcblichen Tarif an die gehobene Adresse anzupassen, jedoch hatte die Anruferin nicht so lange warten wollen: \u00abEgal, Geld spielt keine Rolle.\u00bb Diesen Satz hatte er sich gemerkt.\r\nEr bestieg an der Haltestelle \u00abSeilbahn Rigiblick\u00bb die Kabine der gleichnamigen Bahn und sah sich um. Zufrieden bemerkte er, dass er von den vier Fahrg\u00e4sten mit Abstand der j\u00fcngste war. An der Endhaltestelle stieg er aus und die Susenbergstrasse hoch, um die ihm genannte Hausnummer zu suchen. Nach rund 500 Metern hatte er das Haus gefunden und betrachtete ausser Atem sein Ziel. \r\nNeben dem Tor, das mit einem Wappen verziert war, befanden sich eine Klingel und ein Kameraauge, jedoch kein Namensschild. Arthur l\u00e4utete, sagte seinen Namen und l\u00e4chelte Richtung Kamera. Ein Summen ert\u00f6nte, die T\u00fcrklinke gab nach und er betrat das herrschaftliche Grundst\u00fcck.\r\nEine sanft geschwungene Steintreppe \u2013 war das etwa Marmor? \u2013 f\u00fchrte an akkurat geschnittenen Zierb\u00e4umchen vorbei und brachte ihn zu einem Park, an dessen Ende ein Haus stand. Wobei Haus wohl nicht das richtige Wort war. Eine Villa, ein Anwesen war es, und die Eingangst\u00fcre dieser Villa erinnerte ihn an ein Kirchentor. Dieses wurde sogleich ge\u00f6ffnet und eine junge Frau in einem blauen Kleid kam ihm entgegen. Nach der Stimme der Anruferin h\u00e4tte er auf eine \u00e4ltere Person getippt. \r\n\u00abHerr H\u00e4nni, nehme ich an\u00bb, begr\u00fcsste sie ihn, \u00abbitte folgen Sie mir, Sie werden erwartet.\u00bb Ach so war das, klar, hier hatte man Angestellte. W\u00e4hrend er der jungen Frau folgte, nahm er zur Linken eine Fl\u00e4che wahr, die von einer Plane bedeckt war. Das konnte nur der Pool sein, daneben ein niedriges Geb\u00e4ude mit drei T\u00fcren, dahinter B\u00e4ume. Auch zur Rechten schirmten B\u00e4ume das Gel\u00e4nde ab und spendeten dem davor liegenden Sitzplatz Schatten. Arthur beobachtete einen G\u00e4rtner mit herkulischer Gestalt, der \u00c4ste zurechtstutzte, und sah, dass hinter der Villa noch ein weitl\u00e4ufiges Terrain lag. Die junge Angestellte hatte eine der Fl\u00fcgelt\u00fcren ge\u00f6ffnet und bat ihn herein.\r\nDer Raum, den sie betraten, war ein Salon. \u00abBitte warten Sie hier, Frau Burckhardt wird sogleich kommen.\u00bb Arthur nickte und sah sich um. Das war eine andere Liga. Seine ganze Wohnung h\u00e4tte in diesem Raum Platz gefunden. Die M\u00f6bel sahen elegant und teuer aus. Sie stammten definitiv nicht aus Schweden und waren auch nicht mit einem Inbusschl\u00fcssel zusammengesetzt worden. Arthurs Blick fiel auf den mannshohen Humidor in der Ecke, der, so sch\u00e4tzte er, Platz f\u00fcr dreitausend Zigarren bot. \u00abAha, auch einer aus der Zunft der Geniesser\u00bb, dachte er, \u00abdann schauen wir doch mal, was man hier so raucht.\u00bb Er sp\u00e4hte in den Humidor und erkannte die ber\u00fchmten Marken: eine beeindruckende Sammlung. \r\nAuf einem weissen Sideboard standen gerahmte Fotografien. Familienbilder, vermutete er. Mann und Frau auf dem Golfplatz, dann sie allein auf einem Segelschiff, mal beide vor der Glaspyramide des Louvre oder er mit Kollegen in einer Zigarren-Lounge. H\u00e4nni schaute genauer hin: Die Begleiter von Herrn Burckhardt kannte er nicht. Das grosse Portrait des Schauspielers Orson Welles hinter ihnen sagte ihm aber, dass sie sich in Stansstad befanden, in der \u00abOrson Wine Bar und Cigar Lounge\u00bb. Wollte er schon lange mal hin. Nur ein Bild zeigte keine Personen, sondern drei Wappen. Das blau-weisse war klar, Z\u00fcrich. Daneben das Wappen, das er bereits am Eingangstor gesehen hatte, wahrscheinlich ein Familienwappen. Das dritte Wappen kam ihm bekannt vor, es zeigte eine Frau mit extravaganter Frisur, und in der einen Hand hielt sie\u2026war das ein Werkzeug\u2026? \r\n\r\nDie T\u00fcre gegen\u00fcber \u00f6ffnete sich und Arthur konnte seinen Gedanken nicht beenden.\r\n\u00abHerr H\u00e4nni, freut mich. Setzen Sie sich. Man wird gleich Wasser bringen.\u00bb \r\nEs klang weniger wie eine nette Bitte, es war eher ein Befehl. Frau Burckhardt kam ihm mit energischen Schritten entgegen, gab ihm fl\u00fcchtig die Hand und setzte sich. Sie trug einen schwarzen Hosenanzug, hatte kurze, braune Haare mit grauen Str\u00e4hnen und musste um die f\u00fcnfzig Jahre alt sein. Wobei man das nicht genau sagen konnte, denn der Arzt ihres Vertrauens hatte sichtlich nachgeholfen und so sah sie aus wie die anderen Frauen \u00e4hnlichen Alters, die in \u00e4hnlichen Villen wohnten und \u00e4hnliche Spritzen erhalten hatten.\r\nArthur setzte sich.\r\nFrau Burckhardt wartete, bis die junge Hausangestellte Wasser gebracht hatte und wieder verschwunden war, dann richtete sie sich an den Privatdetektiv. \u00abUnsere Tochter m\u00f6chte\u2026. \u00bb, sie korrigierte sich rasch, \u00abwir m\u00f6chten, dass Sie den Mann finden, mit dem unsere Tochter zusammen ist und der sich pl\u00f6tzlich in Luft aufgel\u00f6st hat.\u00bb \r\n\u00abIhr Schwiegersohn?\u00bb \r\n\u00abGott bewahre\u00bb, entfuhr es der Dame des Hauses, \u00abMia, unsere Tochter ist seit weniger als einem Jahr mit ihm zusammen. Er hat sich anscheinend seit Tagen nicht mehr gemeldet. Mir scheint dies nicht un\u00fcblich f\u00fcr einen Mann dieser\u2026. also f\u00fcr junge M\u00e4nner von heute. Mia wollte gleich die Polizei einschalten, aber das kommt nat\u00fcrlich nicht in Frage. Mein Mann f\u00fchrt ein bekanntes Unternehmen und da w\u00e4re die Presse sofort auf dem Tapet. Wir haben unserer Tochter versprochen, dass wir die Suche privat angehen.\u00bb \r\n\u00abDenken Sie, dass ihm etwas zugestossen sein k\u00f6nnte?\u00bb \r\nFrau Burckhardt zuckte gleichg\u00fcltig mit den Schultern: \u00abKann sein, wer weiss das schon heutzutage. Aber ich glaube nicht. Ich vermute eher, dass er zur n\u00e4chsten Bl\u00fcte weitergeflattert ist.\u00bb \r\n\u00abK\u00f6nnten Sie, oder Ihre Tochter mir die n\u00f6tigen Angaben \u00fcber den Verschwundenen liefern, damit ich meine Nachforschungen zielgerichtet beginnen kann?\u00bb Arthur gab sich alle M\u00fche, einen gesch\u00e4ftsm\u00e4ssigen Ton anzuschlagen. \u00abZun\u00e4chst mal seine Personalien, Familie und Freundeskreis, eine aktuelle Fotografie des jungen Mannes sowie\u2026\u00bb\r\nSeine Aufz\u00e4hlung wurde vom Erscheinen des Hausherrn unterbrochen, der in den Salon st\u00fcrmte. Herr Burckhardt war gross, grauhaarig, gutaussehend, trug einen dunklen Anzug und unter dem Arm eine Ledermappe. Er schien in Eile und entnahm seiner Mappe ein grosses Kuvert. \u00abHerr H\u00e4nni, freut mich, und danke, dass Sie uns unterst\u00fctzen,\u00bb sprach er hastig. \u00abHier sind alle n\u00f6tigen Informationen, meine Tochter hat sie zusammengestellt. Und hier\u00bb, er entnahm seiner Mappe ein weiteres Kuvert, das kleiner, jedoch wesentlich dicker war, \u00abeine Anzahlung f\u00fcr Sie. Entschuldigen Sie, dass ich wenig Zeit habe, aber\u2026, das Gesch\u00e4ft, Sie verstehen.\u00bb\r\n\u00abAm freien Samstag!\u00bb, kam die spitze Bemerkung seiner Frau.\r\n\u00abUnsere Gesch\u00e4ftspartner aus dem Mittleren Osten sind nun mal heute in Z\u00fcrich. Also werden wir den ganzen Tag Sitzungen abhalten. Und dann das Abendessen in einem der Zunfth\u00e4user. Es wird sicher sehr sp\u00e4t werden.\u00bb \r\nEr gab H\u00e4nni die Hand, klopfte seiner Frau im Vorbeigehen auf die Schulter, nahm eine Schachtel Zigarren aus dem Humidor, stopfte sie in seine Mappe und liess die Eingangst\u00fcr hinter sich ins Schloss fallen.\r\nArthur \u00fcberlegte, ob das Wappen, das er vorhin gesehen hatte und nicht richtig zuordnen konnte, dasjenige einer Zunft war. Ganz beil\u00e4ufig, schliesslich sollte es nicht zu gierig aussehen, nahm er das dickere Kuvert und schielte hinein. Er sah eine stattliche Anzahl Schweizer Banknoten und war f\u00fcrs Erste zufrieden.\r\nEr schaute Frau Burckhardt an, welche einen desinteressierten Eindruck machte.\r\n\u00abWieviel Zeit geben Sie mir?\u00bb, fragte er und bereute seine Frage sofort, denn es war doch klar, dass man einen Vermissten so rasch wie m\u00f6glich finden musste.\r\n\u00abDie Zeit, die Sie ben\u00f6tigen\u00bb, war die k\u00fchle Antwort. \u00abHier haben Sie meine Karte, ich m\u00f6chte von Ihnen pers\u00f6nlich informiert werden. Falls Sie mehr Geld brauchen, melden Sie sich. Ich denke, das ist alles.\u00bb\r\nSie standen auf und gaben sich die Hand. W\u00e4hrend Frau Burckhardt den Raum verliess, war die junge Hausangestellte ger\u00e4uschlos eingetreten.\r\n\u00abEin eingespieltes Team\u00bb, dachte H\u00e4nni. Das war aber auch die einzige Gemeinsamkeit, denn die Angestellte war ihm sympathisch, hingegen fand er die Dame des Hauses etwa so empathisch wie eine Planierraupe.\r\nAuf der Steintreppe prallte er beinahe mit dem G\u00e4rtner zusammen, der Laub von der Treppe wischte. Sie nickten sich zu und H\u00e4nni musterte den G\u00e4rtner im Vorbeigehen. Er war einen Kopf gr\u00f6sser, bestand aus Muskeln und Tattoos und man konnte sich ihn gut als T\u00fcrsteher jener Klubs vorstellen, in denen er, Arthur H\u00e4nni, nichts mehr zu suchen hatte. \r\n \tAuf dem Trottoir war er keine zwei Meter weit gekommen, als ihm ein E-Bike den Weg abschnitt und ihn ein vermummter E-Biker unsanft am Arm packte.","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[69,10],"tags":[],"class_list":["post-59752","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-krimi","category-tabak","et-has-post-format-content","et_post_format-et-post-format-standard"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Familiensache: Ein\u2004Arthur-H\u00e4nni-Krimi von\u2004Peter\u2004Inderbitzin \u2013 Teil 3 - Tabak, Drinks and more<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/tabakdrinksandmore.ch\/fr\/familiensache-ein-arthur-haenni-krimi-von-peter-inderbitzin-teil-2-2\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"fr_FR\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Familiensache: Ein\u2004Arthur-H\u00e4nni-Krimi von\u2004Peter\u2004Inderbitzin \u2013 Teil 3 - Tabak, Drinks and more\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Was bisher geschah: Arthur H\u00e4nni, ein Privatdetektiv aus Z\u00fcrich, verbringt ein entspannendes Wochenende in Interlaken. 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