Die Kulisse hätte kaum passender sein können. Auf der Terrasse des Petit Palais am Ufer des Genfersees trafen sich rund 280 Gäste aus der internationalen Zigarrenwelt. Champagner, passende kulinarische Begleiter und eine Trinidad Esmeralda eröffneten einen Abend, von dem man schon beim Betreten der Hotel-Lobby wusste, dass er mehr war als eine reine Produktpräsentation.
Ein Abend mit grosser Bühne
Mit der Dämmerung verlagerte sich die Aufmerksamkeit von der einnehmenden Abendstimmung am See und den interessanten Gesprächen an den grossen runden Tischen auf die Inszenierung des Abends. Künstlerische Showeinlagen, Live-Musik und die Küche des Fairmont sorgten für einen gehobenen festlichen Rahmen, welcher nicht nur der Location, sondern auch der mit Spannung erwarteten Trinidad Vigía Reserva gerecht wurde.
Musikalisch blieb Montreux allerdings ganz bei sich: Statt Salsa spielte die Band Songs europäischer und amerikanischer Künstler, die zum Teil eng mit der Geschichte des Montreux Jazz Festival verbunden sind.
Auch ein persönlicher Moment gehörte zum Programm: Urs Tanner, langjähriger Geschäftsführer und heutiger Verwaltungsrat von Intertabak, wurde mit einem Lifetime-Award ausgezeichnet. Später standen zwei ausgewählte Single Malts als Begleitung für jene Zigarre bereit, wegen der die internationale Gästeschar überhaupt nach Montreux gekommen war.
Dabei war es ursprünglich gar nicht vorgesehen, dass dieser Global Launch in der Schweiz stattfinden sollte. Die Trinidad Vigía Reserva – Cosecha 2022 hätte bereits im Februar während der «Noche Intermedia» des Festival del Habano in Havanna präsentiert werden sollen. Nachdem das Festival 2026 nicht stattfand, kam es anders: Habanos S.A. und der Schweizer Kuba-Importeur Intertabak verlegten die Weltpremiere nach Montreux. So wurde für einmal nicht Havanna, sondern die Schweiz zum Treffpunkt der internationalen Habanos-Welt.
Wenn die Ernte den Unterschied macht
Mit der Präsentation rückte schliesslich jene Zigarre ins Zentrum, deren Zusatz «Reserva – Cosecha 2022» weit mehr beinhaltet als einen klangvollen Namen. Bei Habanos steht «Reserva» für eine besondere Form der Reifung: Entscheidend ist nicht eine jahrelange Lagerung der fertig gerollten Zigarre, sondern die Zeit, die bereits den ausgewählten Tabakblättern gegeben wird.
Deckblatt, Umblatt und Einlage stammen aus einer ausgewählten Ernte und reifen mindestens drei Jahre, bevor daraus die Zigarren entstehen. Verwendet werden dafür ausgesuchte Tabake aus der Vuelta Abajo, Kubas berühmtester Tabakregion. Solche Reserva-Ausgaben werden nur in begrenzten Mengen produziert und tragen neben der regulären Markenbanderole eine zusätzliche schwarz-silberne Reserva-Banderole. Bei einer «Gran Reserva» übt sich Habanos sogar noch etwas mehr in Geduld: Hier müssen die verwendeten Tabake mindestens fünf Jahre gereift sein.
Bei der neuen Trinidad liefert bereits der Namenszusatz «Cosecha 2022» den entscheidenden Hinweis. «Cosecha» bedeutet Ernte – sämtliche verwendeten Tabake stammen also aus dem Jahrgang 2022. Anders als bei einer gewöhnlichen Serienzigarre wird damit eine bestimmte Tabakernte ausdrücklich Teil der Identität der Zigarre.
Eine bekannte Vigía mit besonderen Tabaken
Das Format selbst ist dagegen nicht neu. Die Trinidad Vigía wurde 2014 vorgestellt und gehört seither zum regulären Sortiment der Marke. Mit einer Länge von 110 Millimetern und einem Ringmass von 54 ist sie vergleichsweise kurz, gleichzeitig aber stattlich im Durchmesser. Genau dieses Format bildet nun die Grundlage für die Reserva Cosecha 2022.
Trinidad wiederum gehört zu den traditionsreicheren und exklusiveren Namen im Portfolio von Habanos. Die Marke entstand 1969 und war während vieler Jahre – ähnlich wie Cohiba – vor allem als kubanisches Staatsgeschenk für ausländische Würdenträger vorgesehen. Erst 1998 kam Trinidad offiziell in den regulären Verkauf, zunächst in sehr kleinen Mengen.
Am 19. September 2026 begann nun ein neues Kapitel dieser Geschichte. Und dass die erste Trinidad Reserva nicht unter kubanischen Palmen, sondern zwischen Genfersee und den Bergen ihre Weltpremiere feierte, dürfte den Gästen in Montreux noch lange in Erinnerung bleiben.
Bilder: © Oh Anna Photographe

