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Zwischen Zeit und Tabak: Intertabak öffnet den Tresor «The Vault»

Am 10. November 2025 gewährte Intertabak erstmals Einblick in «The Vault» – ein neues Konzept, das gereifte Habanos aus langjähriger Lagerung zugänglich macht. In einer kleinen Runde aus Casa-del-Habano-Partnern und Fachmedien entstand ein Abend, der weniger Produktpräsentation als vielmehr Momentaufnahme einer seltenen Genusskultur war.
Wenn über Zigarren gesprochen wird, fällt das Wort «Zeit» oft – meist im übertragenen Sinn. Bei der Vorstellung von «The Vault» in Zürich jedoch bekam der Begriff eine ungewöhnlich konkrete Bedeutung. Intertabak öffnete an diesem Abend sinnbildlich den Tresor, in dem über Jahre hinweg Vitolas lagerten, deren Reifeprozess erst im langen Warten zu sich selbst fand.

Die Szenerie war bewusst zurückhaltend gestaltet: gedämpftes Licht, kleine Gesprächsgruppen, ein paar alte Holzkisten, deren Patina ebenso viel erzählte wie die Menschen, die sich um sie scharten. Die Zigarren, allesamt mindestens fünf Jahre gelagert, standen im Mittelpunkt, ohne laut inszeniert zu werden. Ihre Entwicklung – milder, runder, tiefer – erklärte sich weniger durch Worte als durch den Moment des Anzündens. Das frühe Prickeln, das junge Habanos oft begleiten, wich einer bemerkenswerten Ruhe und Ausgewogenheit.

Was auffiel: «The Vault» ist kein abgeschlossenes Sortiment, sondern eher eine Idee, ein kuratierter Zugang zu gereiften Beständen. Ein Grossteil stammt aus regulären Linien; dazwischen finden sich einzelne limitierte oder regionale Editionen, die dem Abend seine sammelnde Note verliehen. Einige davon sollen künftig exklusiv in den Schweizer Casa del Habano erscheinen – in sehr kleinen Mengen, eher als beiläufiges Geschenk an jene, die solche Raritäten zu schätzen wissen.

Die Gespräche drehten sich weniger um Preise oder Verfügbarkeit als um Erinnerungen: Wann man eine bestimmte Vitola zum ersten Mal probierte, welche Rolle Lagerung im persönlichen Genuss spielt, und wie unterschiedlich Reife die Charaktere ein und derselben Zigarre formen kann. Man merkte, dass die Veranstaltung zwar offiziell ein Launch war, im Kern aber ein Austausch unter Menschen, die diese Nuancen nicht als Marketingversprechen, sondern als Teil ihres täglichen Handwerks und Genusserlebens verstehen.

«The Vault» will kein Mythos sein, sondern ein Fenster zu etwas, das in der Welt der Habanos oft nur am Rande sichtbar ist: der Kunst des Wartens. Für einige mag das nur eine Sammlung gereifter Zigarren sein. Für die, die genau hinhören – und hinrauchen – ist es ein kleines Archiv der Zeit, zugänglich gemacht für Momente, die man nicht oft findet.

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