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Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

12. März 2021
Die Dominikanische Republik gehört zu den grössten Zigarren-­Produzenten der Welt. Aber wie sieht eigentlich der Anbau vor Ort aus? Wer sorgt für die Anzucht der Pflanzen, wer für die rechtzeitige Ernte? Das Beispiel von Davidoff zeigt: Bis eine Zigarre auch wirklich für Genuss sorgen kann, braucht es viel Engagement tatkräftiger Zigarren-Profis.

Die Dominikanische Republik ist das grösste Zigarren-Exportland der Welt. Mit rund 80 Prozent Anteil am weltweiten Zigarrenexport lässt der Inselstaat auch Kuba weit hinter sich, dabei wird erst seit den 1970er-Jahren in der Dominikanischen Republik auch im grossen Umfang Zigarren hergestellt. Heute schätzt man einen Tabakwaren-Exportumsatz der Dominikanischen Republik von umgerechnet rund 300 Millionen Schweizer Franken. Hier zählt Tabak nicht nur zum wichtigsten Agrargut, die Tabakindustrie ist auch einer der wichtigsten Arbeitgeber im Land. Zu verdanken hat man dies natürlich auch dem für den Tabakanbau so gut geeigneten Klima.

Gleichmässig warm und feucht ist es in der Dominikanischen Republik, praktisch das ganze Jahr hindurch. Die Hauptstadt Santo Domingo hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 27 Grad. Etwas kühler ist es in den höheren Lagen, zum Beispiel im fruchtbaren Cibao-Tal, das zwischen den Gebirgszügen Cordillera Septentrional und Cordillera Central im Nordwesten der Insel eingebettet liegt. Das 105 Kilometer lange, zwischen 10 und 30 Kilometer breite Valle de Cibao zeichnet sich aus durch seine üppige Vegetation und die fruchtbaren Böden. Bereits seit dem 16. Jahrhundert wird hier der Tabakanbau kultiviert. Und seit einigen Jahrzehnten auch für Davidoff.

Bei der Herstellung einer Davidoff-Zigarre wird nichts dem Zufall überlassen. Hier wird alles genau kontrolliert, vom Saatgut, der Pflanzenauswahl und der Kultivierung über die Ernte, die Fermentation und die Lagerung bis hin zur Manufaktur und schliesslich dem Betrieb. Kontrolle heisst aber nicht, dass man alles selbst macht. Zwar werden die Lagen für den Davidoff-Tabakanbau von Fachleuten ausgesucht – die besten Lagen mit speziellen, leicht sandigen Böden und besonderem Mikroklima. Für den Anbau selbst arbeitet Davidoff jedoch mit selbständigen, lokalen Tabakbauern zusammen, welche langfristige Abnahmeverträge mit Davidoff haben.

Ab Ende September pflanzen die Tabakbauern die Samen in speziell vorbereitete Saatbeete und decken diese mit Reisstroh ab, damit die Feuchtigkeit im Boden bleibt. Sobald die Pflanzen keimen, brauchen sie besondere Aufmerksamkeit mit viel Pflege und täglicher Bewässerung. In der Regel um Mitte November herum, also 40 bis 45 Tage nach dem Aussähen, werden die gesündesten und kräftigsten Pflanzen ausgewählt und in die Tabakfelder umgesetzt. Anschliessend wird alles unternommen, damit die Pflanzen möglichst ungestört wachsen können. So bewässern die Tabakbauern ihre Felder natürlich regelmässig und jäten Unkraut. Damit die Blätter möglichst gross und kräftig werden, entfernen sie ausserdem die Seitentriebe sowie Blüten der Pflanzen.

Anfang Januar beginnt die mehrwöchige Ernte. In vier bis fünf Pflückdurchgängen werden die reifen Blätter von unten nach oben geerntet und die Tabakblätter nach Stufen getrennt und klassifiziert. Diese Einteilungen sind enorm wichtig, damit später die Tabak­kreation richtig gemischt werden kann. Denn die Position des Blattes innerhalb der Pflanze ist entscheidend. Je nach dem, an welcher Stelle das Blatt gewachsen ist, weist es unterschiedliche Aromen auf. Ausserdem nimmt der Nikotingehalt innerhalb der ­Tabakpflanze von unten nach oben zu.

Das Klima und die Böden sind entscheidend

Die Charakteristik eines Tabakblattes wird massgeblich durch die Böden und das Klima im Anbaugebiet geprägt. So wachsen zum Beispiel jene Deckblätter, welche Davidoff erstmals für die im Jahre 2010 lancierte Davidoff «Puro d’Oro»-Linie verwendete, im Yamasá Tal, im südlichen Teil der Dominikanischen Republik. Der Boden der Tabakfelder von Yamasá besitzt einen tiefen pH-Wert, der dazu beiträgt, den anhaltenden Nachgeschmack zu erhalten. In diesem roten Boden sind hohe Anteile von ­Mineralstoffen vorhanden. Sie beeinflussen mass­geblich die unterschiedlichen Geschmacks­charakteristika. Ideal ist auch das Klima in diesem Tal: es weist eine höhere relative Luftfeuchtigkeit auf und ist bei Tag wie bei Nacht stabil und dadurch für die Reifung des Tabaks geeignet. Zudem schützt die häufige Bewölkung vor einer zu intensiven Sonneneinstrahlung und begünstigt dadurch ein stressfreies Wachstum der Pflanzen.

Direkt nach der Ernte werden die Blätter sorgfältig zusammengebunden und noch in den Feldern in Tabakhäusern, den sogenannten Ranchos, zur natürlichen Lufttrocknung aufgehängt. Die Trocknung dauert im Normalfall 45 bis 60 Tage. Dabei sinkt der Feuchtigkeitsgehalt des Tabakblattes von rund 80 auf 20 Prozent und die Farbe verändert sich von Grün zu Tabakbraun. Nach dem Abschluss dieser ersten Trocknung werden die Blätter aufgestapelt und permanent leicht befeuchtet. Dies als eine Art Vorfermentation, die zu einer gleichmässigen Farbe und feinen Textur der Blätter führt. Nach einer letzten Selektion kommen die Tabakblätter dann in das Lagerhaus zur eigentlichen Fermentation.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Der Prozess der Fermentation – der grossen Einfluss auf Aroma, Würze und Brennbarkeit der späteren Zigarre hat – erfordert einiges an Fachwissen und Erfahrung. Sorgfältig werden die Um- und Einlageblätter separat aufgeschichtet und dabei befeuchtet. Durch die Fermentation entwickelt sich nun ­Wärme, vor allem im Innern der Stapel. Diese Temperaturentwicklung muss permanent überwacht werden, damit es in den Stapeln nicht zu heiss wird. Sobald ein Limit erreicht ist, wird der Stapel wieder umgeschichtet. Bis zum Abschluss des Hauptfermentationsprozesses wird dieser Vorgang immer und immer wieder wiederholt. Anschliessend werden die Blätter befeuchtet, entrippt, wieder angetrocknet und zur Nachfermentation neu aufgeschichtet. Die gesamte Fermentation dauert je nach Blattkategorie und Tabaksorte zwischen 60 und 210 Tagen. Zum Schluss werden die Tabake, sortiert nach Blattstufe, Anbauzone, Tabaksorte, Erntejahr und Farmer, in Kartons und Juteballen abgepackt und gelagert. Der Tabak reift in der Lagerzeit natürlich weiter und erhält dadurch die besonders feinen Geschmacksnoten.

Bevor es nach der Reifung nun ans Drehen der Zigarren geht, wird die Mischung zusammengestellt. Dabei selektieren die Tabakspezialisten von Davidoff, die so genannten Tabaqueros, nach strengen Kriterien. Wie bei einem edlen Bordeaux werden die Davidoff Zigarren aus Tabaken verschiedener Lagen, Sorten und Jahrgängen gemischt. Für jede Zigarrenserie von Davidoff haben die Tabaqueros eine eigene Rezeptur, die sie nochmals auf das jeweilige Zigarrenformat abstimmen. Dadurch erhält jede Zigarre später ihren ganz eigenen Charakter. Besonders wichtig ist natürlich die Auswahl des Deckblattes, sozusagen die Visitenkarte einer Zigarre. Diese werden deshalb streng auf Textur und Farbe hin kontrolliert und auch bereits speziell fermentiert, teilweise sogar extra in ausgewählten ­Lagen angebaut (siehe Box).
Gedreht werden sämtliche Davidoff-Zigarren in der Davidoff Manufaktur bei Villa Gonzales, selbstverständlich von Hand, also «Hecho a mano» – handgerollt. Zwei Manufakturen stehen auf dem Davidoff-Gelände in Santiago. In der einen entstehen unter anderem die Zigarren von Zino Davidoff, Griffin’s oder Avo. In der zweiten, der eigentlichen Davidoff-Manufaktur, wird die Marke Davidoff zum Leben erweckt. Dabei wird die von den Tabaqueros zusammengestellte Mischung der Einlageblätter in das Umblatt gerollt, es entsteht der sogenannte Wickel. Dieser Wickel wird in eine Zigarrenform gelegt, Moldes genannt. Natürlich unterscheidet sich die Moldes je nach späterer, gewünschter Form. Mittels Handpresse wird die Form nun verfestigt und ausgesuchte Deckblätter mit dem genau richtigen Druck um die Einlage und das Umblatt gerollt. Um später beim Rauchen einen gleichmässigen Zug garantieren zu können, ist hier grosse Sorgfalt notwendig. Zum Schluss wird der Zigarrenkopf kunstvoll aus dem gleichen Deckblattstück geformt und die Zigarre auf die gewünschte Größe geschnitten.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Als Keimlinge brauchen die Tabakpflanzen besondere Aufmerksamkeit.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Direkt nach der Ernte werden die Blätter zusammen­gebunden und…­

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Anschliessend müssen die Felder regelmässig bewässert und gejätet werden.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Die Fermentation benötigt einiges an Fachwissen und Erfahrung. Dabei werden die Tabakblätter…

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Die Zigarren werden in ausgesuchte Deckblätter gerollt.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Um Mitte November herum werden die kräftigsten Pflanzen in die Tabakfelder gesetzt.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

…in den Ranchos zur natürlichen Lufttrocknung aufgehängt.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Geerntet werden die Blätter von unten nach oben.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

…aufgeschichtet und regelmässig befeuchtet.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Zum Schluss wird die Zigarre in Cellophan eingehüllt.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Als Keimlinge brauchen die Tabakpflanzen besondere Aufmerksamkeit.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Um Mitte November herum werden die kräftigsten Pflanzen in die Tabakfelder gesetzt.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Direkt nach der Ernte werden die Blätter zusammen­gebunden und…­

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

…in den Ranchos zur natürlichen Lufttrocknung aufgehängt.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Anschliessend müssen die Felder regelmässig bewässert und gejätet werden.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Geerntet werden die Blätter von unten nach oben.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Die Fermentation benötigt einiges an Fachwissen und Erfahrung. Dabei werden die Tabakblätter…

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

…aufgeschichtet und regelmässig befeuchtet.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Die Zigarren werden in ausgesuchte Deckblätter gerollt.

Ein Blick hinter die Zigarren-Kulisse

Zum Schluss wird die Zigarre in Cellophan eingehüllt.

Wie bereits der ganzen Pflanz-, Ernte- und Fermentierungsprozess unterliegt auch der Herstellungsprozess strengen Qualitätskontrollen. Die Master-Zigarrenroller und ihre Qualitätssicherungsteams überprüfen die Zigarren auf Form, Fertigung des Zigarrenkopfes, Gewicht und das Aussehen des Deckblattes. Bevor die Zigarre fertig verpackt wird, findet noch eine Farbselektion statt. Anschliessend wird die Bauchbinde angebracht und die Zigarre in Cellophan eingehüllt.

Per Luftfracht finden die Zigarren den Weg in die Verteilzentren von Davidoff in Basel, Weil am Rhein und Stamford (USA). An diesen Orten findet noch eine Endqualitätskontrolle statt, bevor die Zigarren in Kistchen oder Etuis konfektioniert und mit dem nummerierten Qualitätssiegel versehen werden. Dank diesem Siegel kann der Weg der Zigarre genau nachvollzogen werden. Höchster Wert wird auf dem ganzen Weg auch auf eine geschlossene Klimakette gelegt. Die Zigarren werden bei 18 bis 20 Grad und 70 bis 75 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit gelagert und transportiert, damit sie in bester Qualität bei den Geniessern ankommen.