TDM: Stefan Bütikofer, Was macht die Dominikanische Republik für Sie zu einem besonderen Zigarren-Land?
SB: Die Dominikanische Republik bietet ein sehr grosses Spektrum an qualitativ hochstehenden Zigarren und hat eine sehr lange Zigarren-Tradition. La Aurora, die älteste Tabacalera des Landes, produziert hier seit 1903 handgerollte Zigarren. Die klimatischen Verhältnisse wie auch die Böden sind in der Dominikanischen Republik einfach perfekt, um hochqualitativen Tabak herzustellen. Wohl auch deshalb hat sich Davidoff dieses Land als Produktionsland ausgesucht.
Eine so weite Reise nur um zu sehen, wie Zigarren hergestellt werden. Lohnt sich das?
Eine Premium-Zigarre geht während ihrer Produktion durch über 300 Hände, etwas, was man sich fast nicht vorstellen kann, wenn man es nicht selbst gesehen hat. Es ist ganz einfach spannend, sämtliche dieser Produktionsschritte hautnah mitzuerleben und zu bestaunen. Vor allem das Rollen der Zigarren – es ist immer wieder umwerfend zu sehen, mit welcher Hingabe und Perfektion die Torcedores arbeiten.
Was gehört für Sie zum Eindrücklichsten auf der Reise?
Das ist immer wieder der Besuch am Morgen in den Tabakfeldern, mit dem jeweiligen Master Blender oder Produzenten einer Marke. Im Anschluss daran die Besichtigung aller Arbeitsschritte in den Lager- und Fermentationshallen sowie in der Galera, wo die Zigarren effektiv gerollt werden.
Das Procigar Festival ist das grösste jährlich stattfindende Zigarren-Event in der Dominikanischen Republik. Was macht dieses Festival so besonders?
Während dieser Zeit dreht sich vor Ort wirklich alles um Zigarren, noch mehr als sonst schon. Für Zigarrenliebhaber ist dies die ideale Gelegenheit für eine wundervolle Reise, bei der man nicht nur dem Winter entfliehen kann, sondern auch unter seinesgleichen ist und täglich viele Stunden mit Rauchen, Trinken, Essen und Geniessen verbringt. Das Programm des Festivals ist immer sehr vielseitig und beinhaltet Besichtigungen oder auch ein Charity Poker Turnier.
Ich nehme an, man trifft dort auch auf viele Persönlichkeiten aus der Zigarren-Welt?
Da gibt es immer wieder sehr spannende Begegnungen. Zum Beispiel sind alle Master Blender vor Ort, welche man gut ansprechen oder auch ein Selfie machen kann. Zudem sind auch viele Hersteller kleiner Boutique Brands vor Ort. Verschiedene «Celebrities» runden das ganze ab.
Bleibt auf deiner Reise auch Zeit für den Genuss?
Die ersten 3 Tage stehen voll im Zeichen des Genusses. Neben Beach, Cocktails und Zigarren gibt es auch einen Ausflug mit dem Katamaran. Im 2ten Teil steht der Besuch von 3 verschiedenen Fabriken im Fokus.
Und am Abend gibt es jeweils sehr spezielle Dinner mit viel Rauch, Musik, Unterhaltung und gutem Essen. Entsprechend kommen natürlich auch der Genuss und die Freundschaften unter Geniessern nicht zu kurz.
Schmeckt der Zigarren-Genuss direkt in der Dominikanischen Republik anders als hier in der Schweiz?
Die Zigarren schmecken dort einfach wunderbar. Auch schon nach dem Frühstück. Das liegt aber sicher auch an der tropischen Luft, dem würzigen Kaffee, den Mojitos und ganz einfach am Ferien-Feeling unter der karibischen Sonne.
Würden Sie eine solche Reise jedem Zigarren-Liebhaber empfehlen und wieso?
Ein klares JA. Ganz einfach, weil man sich dabei voll und ganz seinem Hobby widmen und viel Neues und Spannendes entdecken kann. Zudem erlebe ich jedesmal, dass schon nach 2 Tagen das Gefühl aufkommt man kenne sich schon ewig und Reise schon fast eine Woche gemeinsam, einfach weil das Feeling so toll ist.
Haben Sie eine Empfehlung?
Wieso nicht die Reise direkt zum Procigar 2026 nächstes Jahr? Im Rahmen eines solchen Festivals hat man die meisten Möglichkeiten und alles ist gut organisiert.
