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Zigarren weltweit – auch aus diesen ­Ländern gibt es Zigarren

21. Oktober 2021
Der Zigarrenmarkt wird dominiert von einigen wenigen Ländern. Dabei wird in vielen Teilen der Welt Tabak angebaut – und Zigarren produziert.

Kuba, Dominikanische Republik, Nicaragua, Honduras – sie sind die wichtigsten Herkunftsländer von Import-Zigarren, die Herr und Frau Schweizer hierzulande geniessen. Dass die vier Länder den Schweizer Zigarrenmarkt so beherrschen, kommt natürlich nicht von ungefähr. Die klimatischen Bedingungen sind dort geradezu perfekt für den Tabakanbau. Hinzu kommen die richtigen Böden, die dem Tabak nochmals das gewisse Etwas verleihen. Alles zusammen erzeugt beste Qualität, die sich nicht abstreiten lässt, denn alleine mit Marketing lässt sich eine solche Marktstellung nicht erreichen.

Wer also weiterhin auf sichere Werte setzen will, bleibt am besten bei seinen angestammten Zigarren. Wer aber zumindest zwischendurch etwas Abenteuerlust verspürt, dem könnte eine Zigarren-Reise um die Welt durchaus Spass bereiten. Denn Tabak wird fast in allen Regionen der Welt angebaut, und mancherorts werden daraus auch Zigarren produziert. Nur schon die Schweiz selbst hat eine grosse Zigarrentradition. Und auch andere Länder verbindet mehr mit Zigarren als der Konsum.

Schweiz

Zehn Millionen Schweizer Zigarren lieferten Aargauer Produzenten während der Sezessionskriege zwischen den amerikanischen Nord- und Südstaaten von 1861 bis 1865 an die Armee der Nordstaaten – monatlich. Denn die Schweiz gehörte während dieser Zeit zu einem der grössten Zigarrenproduzenten weltweit. Bis zum 1. Weltkrieg hielt die Industrie stand, dann kam es zum grossen Einbruch. Einige Unternehmen und Traditionsmarken aber sind bis heute geblieben. So zum Beispiel Burger & Söhne oder Villiger Söhne AG, die beide während dieser Zeit ihren Ursprung fanden.

Costa Rica

Costa Rica ist nur wenig bekannt für seinen Tabak und seine Zigarren, was aber wohl eher an der Grösse des Landes als an den klimatischen Bedingungen liegt, schliesslich ist Costa Rica praktisch umgeben von den grössten zigarrenproduzierenden Ländern. In der Literatur wird häufig gesagt, dass es in Costa Rica deshalb noch keine blühende Zigarrenmanufaktur gibt, da es aufgrund des relativen Wohlstands. Das mag auf eine Zigarrenindustrie zutreffen, die einen globalen Markt zu bedienen hat. Allerdings gibt es hierzulande einige wenige Manufakturen, die in kleinerem Massstab solche handgefertigten Zigarren herstellen und die sich damit im schmalen Premium-Segment bewegen.

Einige junge Kreationen der letzten 20 Jahre spielen schon ganz oben mit, so zum Beispiel die Sueños de Costa Rica genannten «Träume», die der Deutsche Kurt Brandt hatte, als er im Jahre 2000 nach Costa Rica auswanderte und dort mit seiner kleinen Tabacalera Marken wie Isthmus, Mythos Solitude, Flor Real oder Chieftain’s zu produzieren begann oder der Schweizer Rolf Corazza, der hinter der noch jungen Marke Brun del Ré steht und ebenfalls ausgewandert ist und somit seine eigene Zigarrenlinie etablieren konnte. 2014 gewann die Brun del Ré sogar die Cigar Trophy für die beste Zigarre aus Costa Rica. Eine weitere hervorragende Manufaktur ist die Fabrik Vegas de Santiago in der Region Puriscal, südlich der Hauptstadt San José, gelegen. Seit über 80 Jahren baut man dort Tabak an, aber erst in den vergangenen Jahrzehnten gelang es, nicht zuletzt aufgrund des Fachwissens eines Kubaners, Don Luis Santanas Lamass, eine Premiummarke zu kreieren.

Zigarren weltweit – auch aus diesen ­Ländern gibt es Zigarren

Kanarische Inseln

Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird auf den Kanarischen Inseln Tabak angebaut und auch Zigarren hergestellt, vor allem auf der Insel La Palma. Hier sind die klimatischen Bedingungen, geprägt von der Lage im östlichen Zentralatlantik, für den Tabakanbau recht ideal, mit einem ausgeglichenen warmen Klima und genügend Niederschlägen. Das Wissen rund um Zigarren wurde von Auswanderern und anschliessenden Rückkehrern aus Kuba zurückgebracht. Heute sind es noch rund dreissig kleinere Familienbetriebe, die Zigarren meist von Hand produzieren – Puros hecho a mano. Teilweise wird dafür auch Tabak aus anderen Ländern verwendet, es gibt aber auch einige Zigarren ausschliesslich aus kanarischem Tabak, zum Beispiel die El Sitio- aber auch die Bravos-Zigarren.

Kamerun

Wenn es um die Herkunft von Zigarren geht, denken nur die wenigsten Geniesser an den afrikanischen Kontinent – was nicht heisst, das es dort keine Zigarren und keinen Tabakanbau gibt. In Kamerun beispielsweise wird sogar sehr guter Tabak angebaut. Dieser wird jedoch meist in andere Länder exportiert und dort verarbeitet, zum Beispiel in die Dominikanische Republik, wo unter anderem für die Zigarren der Belmore Cameroon Selection Deckblätter aus Kamerun zum Einsatz kommen. In vielen anderen afrikanische Staaten hingegen werden schlicht nur lokal Zigarren gerollt und direkt vor Ort konsumiert – wer also einmal den afrikanischen Kontinent bereist, könnte durchaus ab und zu auf eine gute Zigarre stossen.

China

Zwar gelten auch in China die kubanischen Zigarren als Statussymbol, weshalb deren Konsum stetig zunimmt. In der breiten Bevölkerung jedoch werden vor allem chinesische Zigarren konsumiert, Eigenmarken, von denen man in Europa noch kaum je etwas gehört hat, wie beispielsweise Emperor oder Wang Guan. Ein Grund dafür dürfte wohl sein, dass chinesische Zigarren bei europäischen Tastings oft nicht gerade positiv auffallen, zu verschieden ist der Geschmack zu den hier sonst konsumierten Zigarren. Aber in China stossen sie auf grossen Anklang – und werden auch dort teilweise von Hand gerollt.

Zigarren weltweit – auch aus diesen ­Ländern gibt es Zigarren

Indonesien

Indonesien gilt als wichtiger Lieferant von Deckblättern für Zigarren. Und auch wenn der indonesische Gesamtanteil an der weltweiten Tabakproduktion eher klein ist, nimmt der Tabakanbau als Wirtschaftszweig in Indonesien selbst eine immer wichtigere Stellung ein. Am bekanntesten sind die beiden Anbaugebiete Besuki und Medan, auf den Inseln Java und Sumatra. Verwendet wird der Tabak teilweise auch in Zigarren von Marken wie Dannemann oder Villiger. Daneben gibt es aber auch einige Zigarren, die in Indonesien produziert werden, hierzulande jedoch eher schwierig zu bekommen sind. Dazu gehören zum Beispiel die Montague-, die Prominent- oder auch die Dos Hermanos-Zigarren. Letztere beispielsweise gelten als Premiumzigarren und werden in Tastings regelmässig als «ausgezeichnet» beschrieben.

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